La Rossmatte bei Vermes

In einer Schlucht im Jura - heute an der Kantonsgrenze JU-BE - findete sich diese illustrative Sperrstelle, an der sich ein Geländepanzerhindernis, ein Strassenhindernis und sogar noch ein Stacheldrahthinternis finden. Zwei flankierende Bunker mit je Waffen- und Beobachterscharte decken das Hindernis. Erneuert wurde offenbar die Sperrstelle weit nach dem 2. Weltkrieg mit einem modernen Unterstand und Sprengobjekt.

Das Strassenhindernis

Sperrelemente: Schienen und "Reiter", teilweise Doppelreiter (auf Feindseite eine Reihe "Reiter" und Schienen)

BBB Blöcke, einreihig. Der Bach weist keine Sperrelemente auf

Stacheldrahthindernis hangseitig

Scharte westlich

Zugang zum Bunker West: Betoniert mit Steinimitat.

Eingangsbereich mit Stollenverteidigung

Vom Bk West gegen die Scharten des Ostbunkers

Nahaufnahme: Tankbüchse und Beobachter

Zugang zum Bunker Ost

Auf Strassenniveau, westlich der Strasse, dieser Eingang...

...der aber eindeutig zu einem Werk der 80er gehört: Ein Zugsunterstand

Die Strasse ist auch zur Sprenung vorbereitet gewesen...

... wie diese Schächte und die Pionierzündstelle (nicht gezeigt) zeigen.

 

Sperrstelle Mettembert: Grenznaher Juraübergang

Feldbefestigung, östlich der Passstrasse

Geschützstand teilweise mit Laub eingedeckt

Gedenktafel an der Passstrasse

Imposante BBB Anlage neben dem heutigen Schützenhaus

Ansicht der Scharten

Truppenwerke

Truppenwerke am Nordhang, Detail

Le Pichoux: Ein interessantes Felswerk

Von der Sperrstelle ist noch das Strassenhindernis (GPH) und 2 Bunker erhalten. Das Werk in der Kurve hat mindestens 3 Stöcke mit Kampfständen auf Ebene des Eingangs, oberhalb und unterhalb (Richtung Gorges du Pichoux)

Blick auf Scharte Richtung Schlucht (3) und Tunnel (1). Tunneleingang im Rücken des Fotografen

Kampfstand (2) oberhalb des Hotels de la Couronne; Schussrichtung wohl Richtung Kurvenbogen/zuführende Strasse

Blick auf den Tunnel; rechts mit Plakaten/Graffiti der Eingang (1). Rechts am Strassenrand GPH Überrest

Gegenüber des Eingangs (1) das getarnte Gegenwerk (4)

St. Brais - Roche

Die Roche percée in St. Brais wurde im zweiten Weltkrieg von einem Felswerk (gegen Osten) und Bunker (gegen Westen) ergänzt

Die lateinische Inschrift erinnert an Ingenieur J. Amédée Watt von Löwenberg; 1821

Das Jurawappen erinnert an die Separatisten. Es ist auf den Kunstfelsen aufgepinselt, der zwei Scharten tarnt

An die Strassensperre erinnert nur noch der Rest der Tankmauer

Das Gegenwerk dürfte mit einem Lmg bestückt gewesen sein - die Treppe fällt der Felserosion anheim

Der Zustand 2008

Von der Ortschaft les Enfers aus lassen sich zwei Sperrstellen erkunden; die eine liegt an der

Strasse Montfaucon - Soubey

 

Die Strasse von Montfaucon nach Soubey wird auf einem langen geraden Stück von einem eindrücklichen Infanteriebunker flankiert

bergseitig Eingangstüre mit Scharte

Talseitig gut erhaltene Schartentarnung

Zwei Scharten nach talseitig

Die andere sperrt den Höhenzug Côte des Près

Einer der insgesamt 4 (2x2 Bunker in relativ kurzer Distanz) Infanteriebunker - offensichtlich Truppenwerke

Das GPH besteht aus Mauer und Höcker

Ein zweiter Bunker

 

 

Sperren am Doubs/Grenze

Der Doubs resp. die Schlucht, in deren Grund der Doubs fliesst, bildet ein mächtiges natürliches Hindernis, das die Freiberge von Frankreich trennt: Die Höhendifferenz beträgt zwischen 300 und 400 m, die Hänge sind steil abfallend, und nur einzelne schmale Strassen winden sind in Haarnadelkurven zum Fluss und somit an die Grenze. Und diese Strassen wurden auf Schweizer Seite mit Bunkern und Panzerhindernissen versehen. Besonders eindrücklich ist hierbei die Strasse von Saignélégier nach Goumois: Eine Strassensperre mit Sprengobiekt wird von einem Infanteriebunker mit Gegenwerk geschützt; der Steilhang ist mit Winkeleisen gespickt, der wohl einst ein Drahtverhau gebildet haben dürfte. In die Felsen unmittelbar am Waldrand sind Unterstände eingelassen. Ein steil abfallender Waldweg weist ebenfalls eine Strassensperre und zwei Bunker auf.

Krokis der Sperrstelle Goumois: je zwei Infanteriebunker an der Strasse und einem Waldweg; die Strasse mit Sprengobjekt. Steile Felsen am Übergang Wald-Hochebene; darin mindestens 3 Unterstände.

Der Infanteriebunker, frontal auf die Strasse wirkend. Der Graben mit Rinnsal wird durch ein Hindernis ergänzt.

Eingang zum Werk auf Höhe des Kampfraumes

Bunker und Gegenanlage haben je zwei Eingäng: Einen auf Ebene des Kampfraums und einen erhöhten (beim Gegenbunker auf der Abdeckung)

Das Gegenwerk

Der steil abfallende Hang weist - auch unterhalb der Strasse - ein breites Verhau (allerdings ohne Draht) auf

Der Hang findet seinen Abschluss in einem Felsband, bevor die Hochebene beginnt. In diesem Felsband habe ich drei Unterstände festgestellt

Was vom Sprengobjekt noch zu sehen ist

Der steil abfallende Waldweg weist ebenfalls eine Sperrstelle mit Bunker und Gegenwerk auf; hier die Scharten des Hauptbunkers

Der Eingang zum Gegenwerk befindet sich an dessen Front

Die beiden Anlagen decken eine Wegsperre; der Weg wurde durch die Betonplatte halbiert; auf der Betonplatte waren Eisenbahnschienen eingelassen (jetzt abgeschweisst). Der Durchlass konnte mit Betonblöcken verlegt werden

An einer anderen Stelle steht dieser imposante und etwas verwinkelt angelegte Infanteriebunker (Strasse von les Pommerats zum Doubs)

Als Besonderheit weist dieser Bunker an der Rückseite (der Gegenwerk abgewandten Seite) einen "Balkon" mit Schützenstellung auf: Inklusive zwei schlitzförmigen Scharten für den Tiefschuss. Der "Balkon" selber konnte mit einem HG-Auswurfrohr bewirkt werden

Das Gegenwerk weist zwei Scharten auf: Eine gleich neben dem Eingang, zum Hauptbunker hin wirkend, und eine auf Tiefschuss ausgelegte Scharte zur Strasse hinunter. Dieses Gegenwerk liegt auf der angenommenen Feindseite

 

An der Strasse Goumois-Vuatenaivre-Les Pommerats steht eine Sperrstelle mit zwei Truppenwerken - und eine Holzbaracke

Dieses Truppenwerk scheint ebenfalls von Soldatenpostkarten bekannt zu sein...

...während das Gegenwerk schwierig zu dokumentieren ist.

Die Lage und Form der Baracke und der Aspekt ihrer Grundmauern lässt vermuten, dass sie einstmals eine Truppenbaracke gewesen sein könnte.

Soldatenpostkarte aus dem Aktivdienst.

 

Die Strasse von le Noirmont zur Grenze hin (La Goule mit Stausee) weist ebenfalls mehrere Anlagen auf - sowohl Pak-Bunker mit Gegenwerk als auch Felsunterstände

Erste Sperre: Bunker an der Strasse...

...und das Gegenwerk

2. Sperrstelle - Blick vom noch erkennbaren Strassenhindernis nach oben Richtung le Noirmont

Die Form der Scharte lässt keinen Zweifel offen: Eine Pak Scharte

Am Felsen (Roche Gipois) lässt sich ein Unterstand ausmachen